2016 - Laufend
Direktauftrag

Hochhaus
Spenglerpark

Wohnhochhaus Basel-Landschaft
Schweiz

Hochhaus Spenglerpark

Der Spenglerpark, erbaut in den Jahren 1971 und 1991, war der ehemalige Hauptsitz des namensgebenden Mode- und Versandhändlers. Eine unterirdische Einstellhalle mit 500 Plätzen in Zusammenspiel mit der guten Erschliessung von MIV und ÖV sowie die eigene Energiezentrale zeichnen die Liegenschaft aus.

Um die Grundlage für eine weitere Nutzungsvielfalt zu schaffen wurde 2012 Harry Gugger Studio mit der Entwicklung eines Nachverdichtungskonzeptes der Liegenschaft beauftragt. Neben einer Aufstockung, der Option einer neuen inneren Durchwegung wurde ebenfalls das grosse Potential der Integration von Wohnungen in den Nutzungsmix des Gebäudes festgestellt.

Nach Prüfung verschiedener Alternativen der räumlichen Organisation dieser neuen Nutzung hat sich die Typologie des Hochhauses an der nord-westlichen Ecke der Liegenschaft als logischer Ansatz herausgebildet. Durch die neue, interne Erschliessung ist das Hochhaus wie selbstverständlich in die Struktur des Bestandsgebäude eingebunden, der 2h-Schattenwurf hat keinen negativen Effekt auf die umgebenden Wohnnutzungen und das Mengengerüst des Vorschlages ermöglicht ein wirtschaftlich sinnvolles Projekt. Das Hochhaus stärkt den bereits vorhandenen Charakter der Bestandsimmobilie als Landmarke im urbanen Kontext weiter und die ausgezeichnete ÖV-Erschliessung wird mit einem städtebaulichen Orientierungszeichen markiert.

Hierdurch ergibt sich die Chance den Komplex gesamthaft mit seiner Umgebung zu vernetzen. Im Zusammenhang mit diesem Zugang, der auch die Hauptadresse des Hochhauses bilden wird kann ein neuer Fahrrad- und Fussgängerkorridor etabliert werden der den Bogen zwischen dem Schaulager und dem Wohngebiet Lange Heid spannt und die Voraussetzungen für einen attraktiven Aussenraum mit einem grossen Nutzwert für das Quartier und die Mieter des Spenglerparks bildet.

Das Erscheinungsbild des Hochhauses wird durch die Fassaden-Bänder bestimmt. Diese sind im nördlichen Bereich höher und bilden dadurch einen effektiven Schutz gegen den Lärm, auf der lärmabgewandten Seite reduziert sich die Brüstungshöhe und erlaubt so eine gute Tageslichtnutzung und Ausblicke in die Landschaft.

Die dreieckige Form der unteren Geschosse des Hochhauses leitet sich aus dem Grundriss der existierenden Autoeinstellhalle ab und setzt sich bis zur Höhe des Bestandsgebäudes fort. Ab hier beschreibt die Formgebung dann eine kontinuierliche, geschossweise Veränderung von Dreieck zu Rechteck. Hieraus ergeben sich effiziente Wohnungs-Grundrisse und eine spannende und elegante Kubatur, die dem Gebäude je nach Blickwinkel eine andere Form verleiht.

Die Erschliessungsschicht ist an der Nordfassade angeordnet und besteht aus einem Sicherheitstreppenhaus mit einem Feuerwehrlift sowie zwei weiteren Personenliften. Die Organisation der Erschliessung auf dieser Gebäudeseite trägt der Nordausrichtung Rechnung, bildet aber gleichzeitig auch den notwendigen Lärmschutz zwischen den Wohnungen und der Lärmquelle Bruderholzstrasse.

Orientierung und Lärmproblematik

Einbindung in die vorhandene EG-Erschliessung

Überformung des Grundkörpers

Ausformung von Stockwerks-Paketen

Komplettierung des Volumens durch Aussenräume und Balustraden

Visuelle Verbindung der Innenräume zur Umgebung

Resultierende plastische Ausformung

Richtprojekt - 26. - 30. Obergeschoss

Richtprojekt - 22. - 25. Obergeschoss

Richtprojekt - 18. - 21. Obergeschoss

Richtprojekt - 14. - 17. Obergeschoss

Richtprojekt - 10. - 13. Obergeschoss

Richtprojekt - 6. - 9. Obergeschoss

Richtprojekt - 1. - 5. Bürogeschoss

Richtprojekt - Erdgeschoss

Richtprojekt - Schnitt

Richtprojekt - Schnitt

Bauen im Bestand - Ansicht Ost

Auftraggeber:

Team:

Verkehrsplaner und Bauphysiker: Gruner AG

gruner.ch

Brandschutzingenieur: BIQS AG

biqs.ch

Energie- und Gebäudetechnik: Aicher De Martin Zweng AG

adz.ch