2013
Offener Wettbewerb

Staatsarchiv
Zürich

Erweiterung eines Archivgebäudes Zürich
Schweiz

Staatsarchiv Zürich

Das bestehende Staatsarchiv bildet die Vorhut der dichten Bebauung des Campus der Universität Zürich. Die Betonvolumen des Campus staffeln sich am bewaldeten Westhang des Zürichberges und bilden eines der drei Zentren des Universität.

Die beiden architektonisch kontrastierenden Baukörper des bestehenden Staatsarchives sind in der Nachbarschaft des Irchel Parks im Grüngürtel zwischen Universität und Winterthurerstrasse mit 25 Jahren Abstand erstellt worden. In nord-westlicher Richtung orientiert, analog zur Ausrichtung des Campus, ist der flache Gebäudekomplex mit der zentrale Promenade, welche vom Campus durch den Park zur Stadt führt, verbunden.

Die zwei Bauten des Archives spiegeln einander im Maßstab und Volumen. Sie sind jedoch grundlegend verschieden in ihrer Erscheinung. Der Kollonadenrhythmus von Bau 1 steht im Kontrast zur flächenbündigen Aussenhaut und den eingeschnittenen Öffnungen des zweiten Gebäudes.

Die Klarheit der durch Bau 1 und 2 gegebenen robusten Struktur, inneren Organisation und Volumen beschreiben eine Gebäude-DNA aus der sich das Projekt mit seinem präzis definierten Raumprogramm entwickelte.

Statt die Organisationsstruktur für die Erweiterung also neu zu konfigurieren, schlagen wir vor die etablierte interne Logik auch im neuen Gebäude ober- wie unterirdisch fortzuführen.

Durch die Verstärkung und Wiederholung der gegebenen organisatorischen und räumlichen Struktur sind Verständlichkeit, Effizienz und optimale Funktionalität im gesamten Komplex bei minimalem Eingriff in den Betand verbürgt. Die bereits vorhandene zentrale öffentliche Achse welche die ersten beiden Bauabschnitte verbindet wird in den Neubau hinein verlängert um die Publikumsbereiche auf beiden Seiten zu verbinden. Der doppelt hohe Raum der Verlängerung verleiht dr gesamten Erschliessung Grosszügigkeit und bietet den darüberliegen Büroräumen Licht und Sichtbeziehungen.

Die Aussenhaut des Neubaus ist als fugenlose Extrusion der Fassade von Bau 2 konzipiert, dessen Volumen, innere Organisation repliziert werden. Die Materialisierung der Aussenhaut des Neubaus wurde speziell entwickelt um den andersartigen funktionalen Anforderungen Rechnung zu tragen und eine wahrscheinliche südliche Erweiterung vorzubereiten. Eine hochreflektierende, präzis detaillierte, nachhaltige Glasfassade umschliesst den Erweiterungsbau und schafft ein monolithisches, die Umgebung spiegelndes Volumen. Die Fortführung der bestehenden inneren Struktur, der dienenden Charakter der Erweiterung werden in der unaufgeregten Aufnahme von gegebenem Masstab und Volumen durch den Neubau zum Ausdruck gebracht.